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Kleine Schätze aus der Kiste.

Es ist Samstagnachmittag und draußen ein Wetter, bei dem man keinen Hund vor die Tür jagen würde.
Da kommt man auf auf Ideen wie zum Beispiel: “ Ich hole jetzt den riesigen Umzugskarton mit den alten Fotos meiner Eltern aus dem Keller und sortiere sie endlich mal aus!“
Ein Vorhaben, das ich schon seit Ewigkeiten vor mir her schiebe und heute ist Zeit dazu.

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mich berühren alte Fotos immer und Familienfotos ganz besonders. Dieses Stöbern in alten Fotoalben und -schachteln wird für mich dann zu einer Reise durch fast vergessene Zeiten.
Mir fallen plötzlich Geschichten zu den Bildern ein und bei manchen somit wachgerufenen Erinnerungen seufze ich leise. „Ach ja, das war ja dort! Und da, …da haben wir so gelacht!“
Ich finde es wunderbar in alten Zeiten zu schwelgen und mich zu erinnern. Auch wenn es mitunter etwas traurig macht.


Und wie ich durch die Alben blättere, unzählige fein säuberlich datierte Briefumschläge mit Fotografien öffne und schließe, mischt sich eine Holzkiste in meine Gedanken. Eine Kiste, die schon seit Wochen auf meinem Schreibtisch steht und mir fällt die Idee dazu wieder ein, die ich schon vor Monaten zu dieser Holzkiste hatte.
Mit dieser Idee im Hinterkopf, lege ich jetzt einige der alten Fotos auf einem extra Stabel und die Idee lebt neu auf.
Eine Holzfotokiste im Retrolook sollte es werden, mit Platz für liebevolle Erinnerungsstücke, wie z.B. diese Schwarz/Weiß-Fotografien vor mir. Ein Schatzkistchen, das bewahrt was mir am liebsten ist. Und die Bilder, die jetzt um mich herum ausgebreitet liegen, sind kleine Schätze für mich. Fotos aus meinen Kindertagen, von Familienereignissen, die wir zusammen erlebt haben oder von den Errungenschaften meinen Eltern, die in der damaligen Zeit Großes bedeutetet haben.
Ich bin den Beiden sehr dankbar, das sie diese Erlebnisse fotografiert, gesammelt und über die vielen, vielen Jahre hinweg aufbewahrt haben.

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Ich kenne einige Menschen die nicht ein einziges Bild aus ihrem früherem Leben besitzen. Für mich persönlich ist das unvorstellbar und macht mich traurig.
Sicherlich kann man dagegen halten, dass die besten Erinnerungen sowie im Herzen erhalten bleiben. Aber eine Fotografie macht eine Erinnerung doch viel klarer und lebendiger. Ich kann über das glänzende Papier streichen und fühle mich der fotografierten Person so gleich viel näher. Und jedes Fotos ist auch ein Stückchen Zeitgeschichte, finde ich, ein Spiegel der damaligen Lebensräume.

Man schmunzelt über die Kleidung oder die Frisuren, die zu der Zeit modern waren. Man belächelt Statussymbole, die wir heute als selbstverständlich annehmen und man kann anhand der Fotos erkennen, wie sich unser Wertesystem verändert hat. Was war früher von solcher großer Bedeutung, das es im Bild festgehalten werden sollte?! Und wie anders sieht das heute aus, wo wir tagtäglich unzählige Fotos von allem (un)Möglichen schießen.

Während ich stundenlang stöbere und so viele verschiedene Episoden in meinen Gedanken wieder zurück kommen, wird der Wunsch immer größer, das ich nun „Schatzmeisterin der alten Fotos“ werden möchte und diese angesammelten Erinnerunsgstücke für meine eigene Familie aufbewahren möchte. Ich kann mich dann letztendlich auch nur von sehr wenigen Fotografien trennen, und ich kann sie auf keinen Fall wieder in irgendwelche Pappkartons stopfen, die später im Keller landen.
Nein, mein Entschluß steht fest, ich schaffe den Fotos meiner Eltern ein würdiges Plätzchen, um sie immer griffbereit um mich zu haben.

Es ist ziemlich spät am Samstagabend, als ich mit dem Aussortieren fertig bin und mich die Idee mit der Retrolook-Holzkiste nicht mehr loslässt. Doch für heute ist es genug.
Ich hatte es euch ja im Jahresrücklick  schon „angedroht“ , das es wird neugestaltete Holzfotokisten geben wird und morgen früh geht es los.


Es ist Sonntagmorgen und nach einem gemütlichen Frühstück geht es an das Projekt Holzfotokiste „Damals wars…“ 

Ich fahre den Computer hoch, um die ersten, ausgewählten Fotos einzuscannen. Vor meinem Fenster beginnt es zu schneien, doch die weißen Flocken können mich heute nicht nach draußen locken, denn ich habe eine grandiose Idee.
Ich skizze mir zunächst einen groben Entwurf auf ein Blatt Papier, dann wird die Holzkiste vermessen und die Maße in eine Photoshopdatei übertragen. Ich lege Untergründe an, die eingescannten Fotos darüber, denke über eine Textgestaltung nach und durchsuche meine Festplatte nach geeigneten Texturen, die den Retrolook auf die Kiste zaubern sollen.

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So nach und nach wandert meine Idee vom Kopf auf den Bildschirm des Rechners. Das es dabei schnell auf die Mittagsstunde zu geht, ignoriere ich vorerst. Wenn es mich einmal gepackt hat, kenne ich weder Raum noch Zeit.

Die erste Datei, der Deckel der Holzfotokiste, nimmt langsam Gestalt an. Es folgen einige Probeandrucke, um das Entworfene im Original zu sichten. Am Rechner wirkt doch so manches ganz anders, als im Ausdruck. Aber mir gefällt schon ganz gut, was der Drucker da ausspuckt. Denn Untergrund noch etwas aufhellen, die Fotos etwas nach oben verschieben und in den Tonwerten angleichen, und dann könnte die erste Seite auch schon aufgeklebt werden. Nur mein Hunger lässt sich jetzt nicht mehr überspielen. Ich muss doch erst eine kleine Mittagspause einlegen.

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Wenig später geht es weiter und bevor ich die anderen 4 Seiten der Fotokiste entwerfe, muss ich  sehen, wie der Druck mit der Holzmaserung wirkt. Das ist jedesmal ein sehr spannender Moment, denn obwohl ich nun schon so viele Fotos auf Holz übertragen habe, bin ich vor Überraschungen  niemals sicher. Nicht immer wirkt ein Bild, wie man es sich wünscht. Also klebe ich das Deckblatt schon mal auf die Kiste. Und nun kommt der schwierigste Teil für mich … ich muss warten!
Bei den Holzbildern lasse ich den Druck über Nacht oder mindestens 5-6 Stunden im Holz einwirken. Soooo lange kann ich mich heute aber nicht gedulden, das halte ich einfach nicht aus. Ich komme jedoch um eine gewisse Einwirkzeit nicht herum, also wende mich doch weiter dem Layout der anderen Holzkistenseiten zu.

Auf die Rückfront möchte ich gern ein paar passende Worte für die Erinnerungskiste und das heißt Google fragen. Bei solchen Recherchen verfliegt die Zeit meistens mit rasender Geschwindigkeit und mit einem Blick auf die Wanduhr, stelle ich fest, das der Sonntagnachmittag fast vorüber ist, als ich die richtigen Zeilen im Internet gefunden habe.
Damit ist die Rückseite dann umso schneller kreiert und ich denke, ich kann nun einen ersten Versuch wagen, um die Gestaltung auf dem Deckel vorsichtig freizulegen.

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Ich halte kurz den Atem an, denn schnell kann jetzt alles verdorben sein, wenn sich mit dem Papier auch die Farbe wieder ablöst, weil die Einwirkzeit doch zu kurz war.
Ganz behutsam streiche ich mit den feuchten Tuch über die Kiste und mein Entwurf wird sichtbar. Ich bin sehr erleichtert. Es wirkt, wie erhofft und alles ist gut gegangen. Ich kann aufatmen.
 

Ich belasse es bei diesen kleinen Stückchen und setze mich wieder vor den Rechner, um die Vorderseite zu entwerfen. Die wird etwas kniffliger, wegen dem Klappverschluss an der Holzkiste, der sich leider nicht abschrauben lässt. Da heißt es genau ausmessen, damit dieser Teil später aus dem Druck ausgeschnitten werden kann. Das erfordert wieder einige Probedrucke, bis ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden bin.

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Aber es wird…. voller Vorfreude arbeite ich die restlichen Holzkistenseiten ab. Immer wieder scanne ich alte Fotos ein, rücke, schiebe ,messe, drucke am Ende alles aus und schneide die Seitenteile fürs Aufkleben zurecht.

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Danach heißt es wieder Transferlack auf die Holzfotokiste und die Ausdrucke auftragen und sorgfältig glatt streichen, bis rundum alles beklebt ist. Fertig! Nun heißt es aber wieder warten….warten…warten…..

Mittlerweile ist Sonntagabend und ich bin mit diesem Teil der Holzkistengestaltung am Ende, komplett abreiben kann ich die Kiste erst morgen, am Montag, wenn ich von Arbeit komme. Für heute lehne ich mich zufrieden zurück und betrachte stolz mein neues Holzkisten-Werk.

Im Schein der Straßenlaternen sehe ich, das draußen mittlerweile alles weiß und verschneit ist. Ich habe tatsächlich vor lauter Bastelei einen der seltenen, richtig schönen, Wintertage verpasst, aber ich bin glücklich. Manchmal funktioniert es eben, da ist der Weg von der Idee zur Umsetzung ganz kurz. Heute war es so und es hat richtig Spaß gemacht.

Jetzt freue ich mich ausnahmsweise mal auf den Montag, der Tag, an dem ich die Holzfotokiste fertig abreiben kann und sie ihre ganze Schönheit präsentiert.


Es ist Montagabend und ich habe die letzten groben Papierschichten von der Holzkiste gerubbelt. Da ist sie nun, unlackiert und stellenweise noch mit weißen Rändern, aber sehr, sehr schön. Genauso hatte ich mir meine “ Damals wars…“ Fotoholzkiste vorgestellt.

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Und wenn euch diese Holzkistengestaltung gefällt und ihr vielleicht auch solche alten Schätzchen in Pappkartons im Keller habt und jetzt auch gern so eine tolle Kiste von euren Familienfotos wollt, dann wisst ihr ja….hier könnt ihr sie bestellen.

Schreibt mir einfach über das Kontaktformular oder ruft mich an. Ich freue mich jedenfalls schon auf eure Holzfotokistenbestellungen.

Wer noch andere Gestaltungen von Fotokisten sehen möchte, der klickt hier  >>>

Also bis bald vielleicht und wie immer mit lieben Grüßen
silvia bürger-fotografie

 

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